Lebenszeichen

man glaube es oder nicht, aber die letzten zwei, drei Wochen (?) verliefen so entspannt und ruhig, dass es nichts zu sagen gab. Außerdem gab es zwischendurch wieder Probleme mit dieser Kiste.
Die meiste Zeit waren wir faul, streiften durch die Gegend oder zockten. Wir haben echt in einem alten Game-Laden zugeschlagen, wo es viele, wenn auch alte, interessante Spiele zum absoluten Sonderangebot gab. Wir haben einige gekauft und haben dann ganz besessen an den Spielen gesessen, bis wir durch waren. Der nächste Tag war wieder normal und dann nahmen wir das nächste Spiel in Angriff.

Nun ja, aber gestern abend hatte ich wieder einen Wok auszuliefern. In einer Männerbar, reinen Männerbar. Abgesehen von den geradezu flinken Händen dort, war es ganz nett, weil ich noch ein Gläschen harmlosen Zeugs angeboten bekommen hatte, dass ich gerne annahm. es schmeckte ... fruchtig. Ich muss noch genau überlegen, woran es mich erinnerte.
Während ich oben saß und mein Glas abgab, da ich mich wieder auf den Weg nach Hause machen wollte, hörte ich einen großen Tumult. Ich rechne dem allgemein in dieser Gegend nichts Großes an, aber die Schreie waren .... Sie krochen einem bis ins Mark. Als es wieder still war und sich keiner nach unten traute, ging ich die Lage zu untersuchen. Mit dem richtigen ... Wok geht alles.
Der Keller war erleuchtet. Die ine Tür war offen und an der wand gegenüber war alles voller Blutspritzer. Nicht verwunderlich bei dem Häufchen Rest, der am Boden lag, was wohl mal ein mensch war. Als ich näher herantrat sah es nach einem schmächtigen Jungen aus. Im Raum selbst war alles verwüstet und auch voller Blut. Aber es interessierte mich nur die Leiche oder was von ihr übrig blieb, die in der rechten Ecke lag.
Mutiert.
Oben durfte ich vom Telefon benutzen und rufte Onkelchen auf der Polizei an. Leider musste ich da so lange bleiben, bis er eintraf. Es war schnell gesagt, was geschehen war - den Rest würde er noch erfahren. Wir hatten abgemacht, dass er mir heute dann genaueres bescheid gibt, aber eigentlich wollte ich mich da nicht weiter im Weg stehen, da es dort eindeutig zu wenig Platz und eindeutig zu viele aufgewühlte Menschen gab.
Zuhause wurde ich mit einem Murren begrüßt, warum ich so spät käme. Eigentlich war ich zu müde - Toki scheinbar auch - um lange darüber zu reden. Er am zu mir rüber und ich sagte ihm, dass es einen mutierten Vorfall gab.
Wir würden morgen mehr erfahren.
An mir würde ein merkwürdiger Geruch haften.
Etwas fragend schaute ich ihn an und fragte mich, wie er jetzt darauf käme, da ich eigentlich damit gerechnet hätte, dass er eher auch das Massaker eingehen würde.
Wo ich genau gewesen wäre.
In dieser Bar, wegen dem Wok.
was für eine Bar.
Vermutlich eine Gay-Bar.
Und schon wieder schnüffelte Toki, nur diesmaln an meiner Kleidung, an meinem Hemd, am Kragen - sogar an meinem Hals und an meinen Händen.
Kommentarlos ging er zum nächsten Thema über - zu dem Blutbbad.
Aber es war nicht mehr viel.
Wir waren uns einig, dass es schon spät sei - morgen wäre auch ein Tag.
Es verwirrte mich heute nacht nur, dass es so ewig gedauert hat, bis ich wieder Tokis gleichmäßigen Atem seines Schlafes hörte.
8.8.06 08:42
 





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