Der ganze Tag ist heute schon von einer merkwürdigen Stimmung gefüllt. Schwer zu beschreiben, aber die Quelle einiger negativer Schwingungen ist eindeutig Toki, der grade ein bisschen verbissen übt, weil ich ihn vernichtend geschlagen habe und er nun eine Revange fordert. Wenn er meint.

Kasai-san hatte gestern angerufen und bescheid gegeben, dass es wieder ein Fall von WA sei, doch es wären keine Hinweise zu finden. Weiterhin bleibt es also unklar, woher das Zeug kommt. Die Besitzer und Betrieber wussten selbst nichts.
Das wollte ich nochmal nachprüfen, also bin ich abends nochmal hin. Der Laden war nur halb so voll wie am abend zuvor. Hat dem Geschäft wohl etwas geschädigt, der Vorfall.
Nach einigen lästigen Unterhaltungen, die nichts brachten, Leuten, die sich um einen drängten, und einem Toki, der hier nichts verloren hatte, aber sich wohl für unsichtbar hielt, kam ich an die Person, nach der ich gesucht hatte.
Ich konnte nur hoffen, dass Toki nichts anstellte.
Für ein paar Gegenleistungen, die dem Gedächtnis des Dealers auf die Sprünge helfen sollten, bekam ich zwei Namen genannt.
Ich bin noch am überlegen, ob ich Kasai da gleich mit einbeziehe oder es morgen erstmal auf eigene Faust versuche.
Nun, eigentlich sollte sich die Sache erledigt haben und ich hätte einfach mit Toki nach Hause gehen können, als er schon selig lachend an der Bar saß.
Ich packte ihn beim Kragen und schleifte ihn raus, eh die Hände von den anderen Kerlen an ihm festgewachsen wären. Hoffen war natürlich total fehl am Platz gewesen, denn Toki hat sich sonstwas einflößen lassen, ganz vom Alkohol abgesehen, der da auch ein wenig mitspielte.
Wenn ich Beauty sonst immer mit einer Katze verglichen hatte, dann mit einem kleinen, wilden, kratzbürstigen Streuner. Und jetzt wie eine 180° Wendung zur Schmusekatze.
Der Weg nach Hause stellte sich als etwas schwer da, da er sich nicht nur an meinen Arm hängte, sich an mich schmiegte, sondern er redete die ganze Zeit. Nicht das übliche: Essen, Essem. Zocken, Schlafen, Wetter, Essen. Viel mehr anflirten, rumgetrutel .... er war nicht ganz beisammen. Oder doch: er war ganz bei sich, aber vollkommen unter dem Einfluss der Drogen.
Zuhause konnte man sich nicht mal die Schuhe und die Jacke ausziehen, ohne gleich am Hemd gepackt zu werden. Tokitoh mussten auf Abstand halten - sonst hätte das nicht ganz so geendet, wie er es wollte.
Eigentlich hatte ich ihn ins Schlafzimmer geschickt, damit er sich schlafen legt mit dem Versprechen, ich würde gleich nachkommen, was ich natürlich nicht tat und draußen auf dem Balkon erstmal eine rauchen musste.
Wahrschienlich hatte ich es erwartet, dass er irgendwann halbnackt auf den Balkon getappert kommen würde und er erschien ruhiger. Ich musste nachdneken, ob die Mittel echt so schnell schon nachlassen konnten, aber möglich war allles. Wir unterhielten uns also einen Augenblick, als das ganze noch mal von vorne losging, nur diesmal in Slowmotion.
Im Endeffekt stand ich 10 Minuten später gegen die Balkonwand von ihm gedrückt - seine rechte Pfote war wirklich stark ... - und wohl grade alle Erwartungen zerschmetternd. Aber schien nicht aufzugeben! Und was er nicht tat, ja. Spätestens als mein Hemd ran glauben sollte, gab ich ihm einen Kuss, was ihn dazu veranlasste, mein Hemd leben zu lassen. Also funktionierte es. Ich zog es noch etwas hin, damit er nicht mehr so grob war, und es erstaunte mich, wie gut das eigentlich lief, bis plötzlich alles aus war.
Einen Moment später hatte ich einen ohnmächtigen Toki in den Armen. Wahrscheinlich war das nicht meiner Kunst zuzuschreiben. *smile*
Wenigstens konnte ich ihn endlich schlafen legen und selbst noch eine Dusche nehmen.

Und am nächsten Morgen, als Toki aufwachte, war er erstmal benommen und je klarere sein Blick wurde, desto grimmiger schaute er drein.
Vielleicht Nachwikrungen ~

Ich hoff einfach wieder: morgen geht's wieder.
9.8.06 17:18


Lebenszeichen

man glaube es oder nicht, aber die letzten zwei, drei Wochen (?) verliefen so entspannt und ruhig, dass es nichts zu sagen gab. Außerdem gab es zwischendurch wieder Probleme mit dieser Kiste.
Die meiste Zeit waren wir faul, streiften durch die Gegend oder zockten. Wir haben echt in einem alten Game-Laden zugeschlagen, wo es viele, wenn auch alte, interessante Spiele zum absoluten Sonderangebot gab. Wir haben einige gekauft und haben dann ganz besessen an den Spielen gesessen, bis wir durch waren. Der nächste Tag war wieder normal und dann nahmen wir das nächste Spiel in Angriff.

Nun ja, aber gestern abend hatte ich wieder einen Wok auszuliefern. In einer Männerbar, reinen Männerbar. Abgesehen von den geradezu flinken Händen dort, war es ganz nett, weil ich noch ein Gläschen harmlosen Zeugs angeboten bekommen hatte, dass ich gerne annahm. es schmeckte ... fruchtig. Ich muss noch genau überlegen, woran es mich erinnerte.
Während ich oben saß und mein Glas abgab, da ich mich wieder auf den Weg nach Hause machen wollte, hörte ich einen großen Tumult. Ich rechne dem allgemein in dieser Gegend nichts Großes an, aber die Schreie waren .... Sie krochen einem bis ins Mark. Als es wieder still war und sich keiner nach unten traute, ging ich die Lage zu untersuchen. Mit dem richtigen ... Wok geht alles.
Der Keller war erleuchtet. Die ine Tür war offen und an der wand gegenüber war alles voller Blutspritzer. Nicht verwunderlich bei dem Häufchen Rest, der am Boden lag, was wohl mal ein mensch war. Als ich näher herantrat sah es nach einem schmächtigen Jungen aus. Im Raum selbst war alles verwüstet und auch voller Blut. Aber es interessierte mich nur die Leiche oder was von ihr übrig blieb, die in der rechten Ecke lag.
Mutiert.
Oben durfte ich vom Telefon benutzen und rufte Onkelchen auf der Polizei an. Leider musste ich da so lange bleiben, bis er eintraf. Es war schnell gesagt, was geschehen war - den Rest würde er noch erfahren. Wir hatten abgemacht, dass er mir heute dann genaueres bescheid gibt, aber eigentlich wollte ich mich da nicht weiter im Weg stehen, da es dort eindeutig zu wenig Platz und eindeutig zu viele aufgewühlte Menschen gab.
Zuhause wurde ich mit einem Murren begrüßt, warum ich so spät käme. Eigentlich war ich zu müde - Toki scheinbar auch - um lange darüber zu reden. Er am zu mir rüber und ich sagte ihm, dass es einen mutierten Vorfall gab.
Wir würden morgen mehr erfahren.
An mir würde ein merkwürdiger Geruch haften.
Etwas fragend schaute ich ihn an und fragte mich, wie er jetzt darauf käme, da ich eigentlich damit gerechnet hätte, dass er eher auch das Massaker eingehen würde.
Wo ich genau gewesen wäre.
In dieser Bar, wegen dem Wok.
was für eine Bar.
Vermutlich eine Gay-Bar.
Und schon wieder schnüffelte Toki, nur diesmaln an meiner Kleidung, an meinem Hemd, am Kragen - sogar an meinem Hals und an meinen Händen.
Kommentarlos ging er zum nächsten Thema über - zu dem Blutbbad.
Aber es war nicht mehr viel.
Wir waren uns einig, dass es schon spät sei - morgen wäre auch ein Tag.
Es verwirrte mich heute nacht nur, dass es so ewig gedauert hat, bis ich wieder Tokis gleichmäßigen Atem seines Schlafes hörte.
8.8.06 08:42


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